Ich

Hallo,
danke für den Besuch! Es freut mich sehr, dass du zu meiner Seite gefunden hast.
Ich stelle mich hier mal kurz vor:

ich lebe in der schönsten Stadt der Welt .... das ist für mich Hamburg. Ich habe zwei Kinder, bin berufstätig, lese gerne, wandere, stricke und gehe meinen Freunden und der Familie mit meinem kreativen Chaos manchmal auf die Nerven. Kurz, ich bin eine ganz normale Frau mittleren Alters. Bis auf die Sache mit dem Parkinson.

Anfang 2015 wurde ich nämlich mit Morbus Parkinson (MP) diagnostiziert, kurz nach meinem 51sten Geburtstag. Der Weg dorthin war lang. So wie es vielen Menschen mit Parkinson geht, durchlief ich eine Reihe an Neurologen, Untersuchungen, ratlosen Blicken, bis ich bei dem richtigen Arzt angekommen war. Endlich! Ich war erleichtert. Das Kind hat seinen Namen gefunden und ich konnte anfangen, mich mit Mr. P anzufreunden.

Ich beschäftigte mich mit der Krankheit, dem medizinischen Teil und fragte mich dannn auch: Wie gehen eigentlich die Betroffenen im Alltag damit um? Wie sieht es aus mit Leuten, die berufstätig sind und Kinder haben, so wie es bei mir der Fall ist. Ich wurde im englischsprachigen Ausland fündig. Dort gibt es eine Menge Blogs von Menschen mit Parkinson. Blogs die Mut machen und zeigen, dass Leute, die MP haben mitten im Leben stehen können, sich nicht zurückziehen, sogar ihr Leben völlig neu definieren und umgestalten.

Diese positiven Signale möchte ich mit meinem Blog auch weitergeben und einen Beitrag gegen die Klischees und dem Horror vor dem Parkinson angehen. Man kann Parkinson nicht bekämpfen. Man kann ihn durchaus hassen, und es gibt Tage, wo ich das auch ausgiebig tue. Aber in der Hauptsache muss man ihn als weiteren Wegbegleiter durch das Leben akzeptieren, ihm die Hand reichen und mit ihm leben lernen. Und das wäre der zweite, persönliche und mir wichtigere Grund, weshalb ich mit diesem Blog gestartet habe.
  

Grüße
May


Kommentare

  1. Ich finde die Gestaltung dieser Seite sehr gelungen und hoffe, dass sie vielen Menschen Antworten geben und ein wenig helfen kann.

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  2. Anonym3.5.15

    Vielen Dank für den informativen Blog, der auch Freunden und Angehörigen von an Parkinson erkrankten Menschen Unterstützung bietet. Bitte weiter so :) Lieber Gruß, Lili

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  3. Huhu!

    Ich habe kein MP, sondern MS - aber ich sehe das im Bezug auf meine Krankheit genauso wie du. Auch ich war erleichtert, als ich die Diagnose hatte, und auch ich habe der MS irgendwann die Hand gereicht und beschlossen: ich leide nicht an MS, ich lebe mit MS.

    LG,
    Mikka

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    1. Hallo Mikka, :-)
      du hast meinen Parki-Blog gefunden, das freut mich.
      Es gibt ja einige Parallelen zwischen MS und MP. Wenn man jung daran erkrankt ist, wäre eine andere Einstellung dazu fatal. Shließlich müssen wir noch ein paar Jährchen damit leben, Kinder erziehen, arbeiten, feiern, etc.
      LG, loralee
      Ich gaube, das ist ist genau die rchtige Einstellung. :-)
      LG

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  4. Das ist so eigenartig. Deine Krankheit bringt Dich zum Bloggen, aus etwas eigentlich Negativen entsteht plötzlich soetwas sehr Inspirierendes und Schönes. Gäbe es Deine Krankheit nicht, hätten wir uns vielleicht nie getroffen, Deine Gedankenwelt wäre mir ganz verschlossen geblieben. Kannst Du Parkinson auch als Kraft spendend empfinden? Als Segen? Gibt es Momente, in denen Du für diese Krankheit dankbar bist? Ich bin dankbar dafür, dass Du bloggst, und freue mich auf Dein nächstes Wochenglück.

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    1. Hallo Maria,
      oh Mann, ganz, ganz lieben Dank für deine schönen Worte!
      Für mich hat Parkinson (mindestens) zwei Seiten. Eine gemeine, negative und eine gute, aktive Seite, die ihn weniger böse macht. Ich kann mir vorstellen, dass es Leuten, die andere chronischen Krankheiten haben, ähnlich geht: Man lebt das Leben viel bewusster. Gesundheit ist nicht selbstverständlich, das kriegen wir jeden Tag vor Augen geführt. Ich bin jedenfalls dankbar für jeden guten und schönen Tag. Ich schiebe nichts mehr vor mir her, wie zum Beispiel Reisen oder in der Sonne sitzen und Eis essen, denn wer weiß, vielleicht geht es schon morgen nicht mehr. So ist das auch mit dem Bloggen. Einfach ausprobieren und nicht auf die lange Bank schieben. Seit meiner Diagnose habe ich unglaublich viele liebe Menschen kennengelernt und jede Menge inspirierende Gespäche geführt. Das wäre ohne den Parkinson nicht so gelaufen. Aber als Segen würde ich ihn nicht bezeichnen. Ich bin auch nicht unbedingt dankbar für die Krankheit. Die kann ganz schön häßlich sein. Vielleicht versuche ich deshalb, das Positive mehr in den Vordergrund zu stellen. Zum Beispiel indem ich herzhaft mit meinem Vater zusammen lache, weil wir uns beide nicht mehr erinnern können, wo wir das Auto abgestellt haben. Das ist meine Art, den Parkinson in Schach zu halten.
      Noch bin ich jung und ich stehe am Anfang meiner "Karriere" mit ihm. Mal sehen, wie es weiter geht.
      Aber eins ist sicher: das nächste Wochenglück kommt bestimmt und ich freue mich, wenn du wieder vorbeischaust. :-)

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  5. Ria aus Kärnten
    Mein Mann, 69 hat seit 8 Jahren Parkinson (Jahr der Diagnose), die Bekanntschaft mit Parkinson hat er sicher schon lang davor gemacht. Mir gefällt dein Blog sehr gut und auch die Antworten die du erhältst. Es ist richtig, man muss seinen Parkinson als Begleiter nicht als Feind betrachten, sprich mit ihm leben, ihn zu bekämpfen kostet nur Kraft in vieler Hinsicht und bringt nichts. Mein Mann geht sehr offen damit um und das ist sehr oft hilfreich, weil die Mitmenschen einem dann Verständnis entgegen bringen und vielfach sehr hilfsbereit sind und das tut oft sehr gut. Wir gehen zu einem Selbsthilfegruppentreff und man lernt Betroffene und ihre Angehörigen kennen und kann sich austauschen. Ich melde mich wieder, könnte noch lange schreiben, aber die Aufgaben des Tages warten ;-):-). GLG Ria

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